Gemeinsam einsam - oder die Erkundung der Welt ♂ + ♀

Autoreise durch Schottland

Einleitende Worte

Mystisches Schottland. Land der Highlands und Highlander. Raues Land, stolzes Volk mit großen Schicksalen. Whisky und Haggis. Harry Potter, James Bond, Nessi. Schottland, so nah und doch so anders.
Was nach einem spannenden Reiseziel klingt, sollte es auch werden. Für unsere Erkundungen hatten wir lediglich 7 Tage Zeit. So packten wir die Tage voll mit allem was uns interessant erschien - ein schwieriges Unterfangen, gibt es doch so viel, was zu besichtigen lohnte! Als Startpunkt war Edinburgh vorgegeben, wir entschieden uns dann die Insel im Uhrzeigersinn zu erkunden, d.h. zuerst Loch Lomond, dann weiter über Glen Coe und Glenfinnan Viadukt auf die Isle of Skye. Von dort aus bis kurz vor Ullapool die Nordwestküste entlang und rüber auf die Ostseite nach Inverness bzw. zum Loch Ness. Von dort aus über Loch Affric, Blair Atholl und Perth zurück nach Edinburgh. Klingt ambitioniert. War es auch:-)
Solltet ihr ein wenig mehr Zeit haben und ebenso naturbegeistert sein, wäre mein Rat, lieber 2 Wochen in Schottland zu verbringen und sich für die Wanderungen, das Land und die Menschen etwas mehr Zeit zu lassen.

Edinburgh - Rowerdennan 30.10.2017

Wer was sehen möchte, muss früh raus! So kann das Motto des Anfahrttages beschrieben werden: Der Wecker ging unchristlich um 5 Uhr, die Tram fuhr um 6 Uhr, der Flixbus um 7 Uhr und der Flieger von Stuttgart um 10 Uhr. Edinburgh erreichten wir um 12 Uhr.
Leichter Sonnenschein, klare Luft bei kühlen Temperaturen - so kann es bleiben! Mit unserem Leihwagen, einem Opel Mokka, gings ohne Eingewöhnung in den Linksverkehr via Bridge of Forth nach Stirling, einer mittelalterlichen Stadt mit Sitz einer der bedeutendsten und meistfotografiertesten Burgen Schottlands: Dem Castle of Stirling. Den Blick vom gegenüberliegenden Hügel sollte man sich nicht entgehen lassen: Vom Wallace Monument blickt man wunderschön über den geschwungenen Arm des Forths auf das Castle. Unterwegs zu unserer heutigen Destination in Rowerdennan aßen wir sehr gut im Clachan Inn in Drymen.
Die letzten 10km der Route waren sehr abenteuerlich: Die Straße, die durch einen zappendusteren Wald führte, war gerade breit genug für ein Auto, die Äste der Bäume ragten teils gespenstisch tief über die menschengeschaffene Schneise. Sogar das Navi wollte nicht so recht glauben, dass es hier noch weiter geht. Mangels anderer Straßen war es allerdings recht schwer sich zu verfahren;-) Nach einer gefühlten Ewigkeit und dem vermeintlichen Erblicken von so manchem Waldwesen, kamen wir doch noch im Hotel an. Das Rowerdennan Hotel ist das einzige Hotel im "Ort", es ist völlig ok, das Frühstück typisch schottisch. Uns wurde ein Upgrade spendiert, da im Badezimmer weder Heizung noch Licht funktionierten. Müde und erschöpft gingen wir bald schlafen.
Firth of Forth Firth of Forth
Wir Zwei Wir Zwei
Blick vom Wallace Monument (Stirling) Blick vom Wallace Monument (Stirling)

Rowerdennan - Ballachulish 31.10.2017

Das Wetter beim Anstieg auf den Ben Lomond meinte es nicht allzu gut mit uns, denn Regen, Wind und Nebel zwangen uns schon bald einzusehen, dass ein Aufstieg wenig Sinn macht. Schottland wie es leibt und lebt;-) Wir fragten uns wozu wir den Aufstieg über nasse Wiesen und glitschige Wege wagen sollten, wenn die Aussicht am Gipfel gegen Null gehen würde? So beschlossen wir etwa bei der Hälfte umzudrehen. Dennoch war die Wanderung nicht gänzlich ohne Lohn, denn in einem kurzen Moment des auffrischenden Windes gab der Nebel den Blick auf den Loch Lomond frei: Toll:)
Zurück im trockenen Auto befreiten wir uns erstmal von den nassen Klamotten, aßen die Wegration auf und sahen den Scheiben zu, wie sie anfingen zu beschlagen:) Die Weiterfahrt zum Hotel Isle of GlenCoe bot gleich drei Highlights: Die Falls of Falloch (ein kleiner, aber feiner Wasserfall), die äußerst sehenswerte Nebenstraße zwischen Inverlochy und Bridge of Orchy und einem Hirsch, der auf einem Parkplatz stand und aus der Hand fraß! Was man hier alles erlebt:)
Das Hotel Isles of Glen Coe kann empfohlen werden. Es bietet saubere und große Zimmer, dazu ein überaus umfangreiches Frühstücksbuffet (schottisch & kontinental). Zu Abend aßen wir im The Corran Restaurant Fish & Chips sowie einen Veggie Burger. Wer abgestandenes Bier liebt, ist im Übrigen bei "Caledonian Best" genau richtig. Mir persönlich fehlt da ein wenig die Kohlensäure. Streckenprofil
Loch Lomond Loch Lomond
Kilchurn Castle Kilchurn Castle
Sehr zutraulicher Hirsch Sehr zutraulicher Hirsch

Ballachulish - Isle of Skye 1.11.2017

Gleich nach dem angesprochenen reichhaltigem Frühstück brachen wir zur Wanderung ins Glen Coe Tal auf. Der Weg war durch die tagelangen Regenfälle zwar feucht und matschig, dafür war in dem weiten Talgebiet keine weitere Menschenseele unterwegs. Nach ungefähr 2h erreichten wir den Scheitelpunkt der Wanderung und wurden dort mit einem wunderbaren Blick auf das unterhalb gelegene Tal, einem kleinen geschwungenen Flusslauf und farbenfroher Vegetation belohnt. Don't miss! Am Ende hatten wir mega Glück, als es, zurück am Auto auf der Kofferraumablage sitzend&essend, begann so richtig loszuschütten.
Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir eines der persönlichen Highlights Schottlands, nämlich das aus den Harry Potter Filmen bekannte Glenfinnan Viadukt. Mit ein bisschen Vorstellung lässt sich erahnen wie hier der Hogwarts Express die Jungmagier nach Hogwarts brachte. Man muss kein Fan von Harry Potter sein um von der Schönheit der Architektur in dieser Naturkulisse ergriffen zu sein.
Heute zogen wir es vor, uns mit Käse und allerei anderem Zeug aus dem coop zu versorgen und aßen in unserem kleinen b&b "Garalapin House" in Uigshader. Das b&b ist nicht weiter zu empfehlen und daher nicht verlinkt. Streckenprofil
Auf der Wanderung Auf der Wanderung
Scheitelpunkt auf der Wanderung in Glen Coe Scheitelpunkt auf der Wanderung in Glen Coe
Das Glenfinnan Viadukt, bekannt aus Harry Potter Das Glenfinnan Viadukt, bekannt aus Harry Potter

Isle of Skye - Shieldaig 2.11.2017

Mit einem recht durchschnittlichen Frühstück in der mittelmäßigen Unterkunft starteten wir in den Tag - aber davon lassen wir uns nicht die Laune verderben! Vor allem dann nicht, wenn so herrliche Ausblicke wie die auf dem Nordteil von Skye zu sehen sind! Der Kilt Rock und die Mealt Falls sind ausgesprochen schöne Fotomotive:) Von dort aus ging's nach einer kleinen Stärkung zur Wanderung durch das Glen Sligachan. Startpunkt hierzu ist der Parkplatz am gleichnamigen Hotel Sligachan . Die Wanderung ist für Einsteiger geeignet, mit keiner Steigung versehen und bietet viele tolle Fotomotive auf den kegelförmig aufragenden Glamaig (s. Bild). Sozusagen "on top" gab es noch eine Herde Rehe, die in weniger als 20m von uns entfernt graste. Um noch vor Einbruch der Dunkelheit zurück am Auto sein zu können, mussten wir uns ab Wendepunkt bei km 6,5 sauber beeilen. Es reichte: Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir wieder den Parkplatz. Ausgehungert stürzten wir uns auf die Reste unseres Proviants. An ein Essen auf der Heckklappe könnte ich mich gewöhnen;-)
Auf der Weiterfahrt zur Shieldaig Lodge , einem alten viktorianischen Herrenhaus, wurden wir von etlichen auf der Straße stehenden Rehen überrascht. Wurde eines "umfahren", tauchte kurze Zeit später ein weiteres auf. Das Hotel im ehrwürdigen Herrenhaus am Rande einer einspurigen Waldstraße bot viel Stil vergangener und aktueller Zeiten: Einen Snookertisch, Ritterrüstungen, eine riesige Gin- und Whiskyauswahl in der Lounge und ein wohl beheiztes Kaminzimmer:) So lässt es sich leben! Streckenprofil
Mealt Falls Mealt Falls
Glamaig Glamaig
Auf der Wanderung im Glen Sligachan Auf der Wanderung im Glen Sligachan
Friedlich grasende Rehe im Glen Sligachan Friedlich grasende Rehe im Glen Sligachan
Kaminzimmer in der Shieldaig Lodge Kaminzimmer in der Shieldaig Lodge
Nicht nur schön anzuschauen;-) Nicht nur schön anzuschauen;-)

Shieldaig - Drumnadrochit 3.11.2017

Einem modernen Frühstück (heute konnte ich meiner Müslilust wieder fröhnen), folgte eine schöne Fahrt entlang der Nordwestküste Schottlands. Die Straße bot immer wieder Ausblicke zum Staunen, mal waren es weite Blicke über das Meer, mal ein breiter Sandstrand und mal ein tiefer gelegenes Tal, das mit leuchtend bunten Herbstfarben der Bäume und Sträucher gespickt war. An unserem Zwischenziel in Fortrose, einem kleinen Fischerdorf mit Golfplatz direkt am Meer, ließen wir das Auto an der Uferpromenade stehen und spazierten am Strand entlang. Irgendwas im Meer erregte unsere Aufmerksamkeit. Nach genauerem Hinsehen und längerer Suche, konnten wir unser Glück nicht fassen. Konnte das sein? Ja, es konnte! In regelmäßigen Abständen sahen wir den silbernen Rücken eines vorbeischwimmenden Delphines. Wir konnten es kaum glauben! Wer hätte gedacht, dass wir am Dolphin Watch Point tatsächlich Delphine sehen würden?! Ein tolles Erlebnis:) Ob wir morgen genauso viel Glück am Loch Ness haben werden?!
Bei der Wahl des Restaurants haben wir uns abermals etwas vergriffen (oder liegt es an der schottischen Küche?): Die Portionsgröße dürftig und der Geschmack ausbaufähig. Immerhin passte es zur Atmosphäre, denn der alte mürrische Kellner war keine Ausgeburt an Freundlichkeit. Gutes Essen wäre da direkt irritierend gewesen;-) Noch ein Wort zur Unterkunft: Das b&b "Aslaich" B&B Aslaich in Drumnadrochit ist einfach, aber ok. Für eine Nacht völlig ausreichend. Länger würde ich nicht empfehlen, denn die Zimmer sind sehr hellhörig.
Küstenabschnitt am Little Loch Broom Küstenabschnitt am Little Loch Broom
Buntes Farbenspiel der Bäume Buntes Farbenspiel der Bäume
Lässiger Sprung am Strand Am Dolphin Watch Point

Drumnadrochit - Kingussie 4.11.2017

"Nessie wir kommen" hieß es am frühen Morgen bei 2 Grad und Sonnenschein. Brrrh. Der Aussichtspunkt oberhalb des Urquhart Castle war ob der frühen Morgenstunden noch verwaist. Was auch leider für den See galt, denn das berühmte Ungeheuer zeigte sich uns heute leider nicht. Dafür kam die Sonne raus und ließ Schottland von seiner schönsten Seite erstrahlen. Eine perfekte Ausgangslage für eine wunderschöne Wanderung. Die Straße zum Loch Affric führte über kleine Nebenstraßen und enge Waldwege. Schier endlos schlengelte sich die einsame Straße durch den feuchten Wald, bis nach einer gefühlten Ewigkeit eine Schranke und ein abgelegener Parkplatz das Ende der Straße markierte. Mittlerweile schlug das Wetter wieder um, es pendelte zwischen kurzen Trocken- und Regenphasen. So sollte es auch stets auf der Wanderung bleiben. Wir entschieden uns den See im Uhrzeigersinn zu umrunden. Die erste Hälfte des Weges, ein breiter Forstweg, sollte keine Herausforderung darstellen. Als wir die Hälfte erreichten und auf die Uhr blickten, waren wir etwas überrascht, weil wir entgegen unserer Kalkulation schneller als gedacht unterwegs waren. Uns beschlich ein seltsames Gefühl... Der Weg bog vom Forstweg ab und ging steil auf eine Hügelkuppe zu. Plötzlich ronn uns Wasser entgegen, große Pfützen säumten den Weg und die Graslandschaft verkam zum Morast. Ab hier wussten wir: Die zweite Hälfte wird definitiv eine andere Nummer als die erste. Kaum war der Gedanke zu Ende gedacht, klatschte ich auch schon volle Breitseite in eine Pfütze. Die Hose hatte den Wasserdichtigkeitstest mit Bravour bestanden! Während meine Hose noch immer vor Dreck und Matsch triefte, strahlte uns ein entgegegekommendes schottisches Pärchen über beide Ohren an und verkündete, welch "lovely walk" es doch sei. ... wie unterschiedlich Auffassungen doch sein können;-)
Abgesehen von diesen kleinen Widrigkeiten war es eine der schönsten Wanderungen auf der ich je war! Die Wanderung bot immer wieder herrliche Blicke auf den See, umrahmt von farbenfrohen herbstlichen Wäldern und verschneiten (!) Bergkuppen - perfekt! Kurz vor Einbruch der Dunkelheit erreichten wir den Parkplatz.
Erschöpft fuhren wir zum heutigen Übernachtungsort Kingussie, zum Hotel Columba House . Die 55€ waren sehr gut investiert: Großes Zimmer, Bad mit Dusche und Wanne und ein romantisches Himmelbett. Schöne-Träume-Garantie;-) Streckenprofil
Nessie Nessie am Castle Urquhart
Auf dem Weg nach Loch Affric Auf dem Weg nach Loch Affric
Herrenhaus am Loch Affric Herrenhaus am Loch Affric
Regenbögen so weit das Auge reicht Regenbögen so weit das Auge reicht
Auf halber Strecke Auf halber Strecke
Himmelbett im Columba House Hotel Himmelbett im Columba House Hotel

Kingussie - Edinburgh 5.11.2017

Die heutige Wanderung rund um das Blair Castle war wahrlich ein lovely walk. Nicht nur wegen den angenehmen Temperaturen und des Sonnenscheins, sondern hauptsächlich wegen der guten Beschaffenheit des Weges. Nur anfangs musste eine kürzere Steigung überwunden werden. Die kleine Mühe hatte sich, oben angekommen, mit einer wunderbaren Aussicht gleich bezahlt gemacht. Ein gutes hat der niedrige Sonnenstand hier oben im Norden: Die "herbstfarbenen" Bäume leuchten zu fast jeder Tageszeit besonders intensiv. Macht euch selber einen Eindruck, indem ihr die Bilder anschaut!
Bevor es zum rental return am Flghf in Edinburgh ging, legten wir auf halber Strecke einen Zwischenstop in Perth ein. Wie der geneigte Kenner der britischen Geschichte selbstverständlich weiß, findet alljährlich am 5.11. die Guy Fawkes Night, besser bekannt als "bonfire night", statt. Zum Gedenken an den gescheiterten Versuch von 1605 das Parlament in London in die Luft zu jagen, wird in jeder größeren Stadt ein riesiges Lagerfeuer angezündet und ein Feuerwerk abgefackelt. Auch wenn wir natürlich mit der Tradition nicht viel am Hut hatten, war es faszinierend dem riesigen Scheiterhaufen beim Abbrennen zuzusehen. Bei klassischem "chips&cheese" (einer lokalen Spezialität wie wir uns überzeugen lassen durften) kam fast so etwas wie Lokalpatriotismus auf:-) Lang lebe die Queen!
Die Rückgabe unseres Autos am Flughafen Edinburgh verlief ohne Probleme, die Weiterfahrt in die Innenstadt mit der Tram ebenso. Das gebuchte Hotel Piries Hotel kann nicht unbedingt empfohlen werden. Das Zimmer war winzig und kalt, die Matratze viel zu weich. Dafür mit weniger als 50€ relativ günstig. Streckenprofil
Herbstliche Farben Herbstliche Farben
Blair Castle Blair Castle
Bonfire Night Bonfire Night

Edinburgh 6.11.2017

Kalt und weich, köstlich und reichhaltig. So verlief der Vormittag. Wie bitte?! Von vorne. Wer auf original schottisches Porridge steht, sollte das Hula Cafe in der Victoria Street nicht verpassen. Ist es ein gutes Zeichen, wenn mir allein beim Drandenken das Wasser im Mund zusammenläuft? Probiert eines der 'Organic Scottish Porridge Oats' aus, egal welches Topping ihr wählt (Honig&Zimt, Nutella&Banane oder Blaubeeren&Honig) - es schmeckt alles fabelhaft! Ebenso lobend muss ich mich über das Sourdough Sandwich aussprechen. Der Laden ist einfach klasse und verbreitet dazu noch eine angenehme Atmosphäre. Steffis Frühstückslocation-Näschen hatte den richtigen Riecher:-)
Diese Stärkung war auch dringend nötig - meldeten die Zehen beim Aufstehen doch kühle Frische im Zimmer sowie der Rücken die weiche Matratze. Autsch. Also, wer es weich mag, ist wie gesagt im Piries Hotel gut aufgehoben. Alle anderen sollten es meiden;-)
Nach dem Frühstück schlossen wir uns einer free walking tour an, in der vieles interessantes und nützliches über Edinburgh erzählt wurde, wie z.B. der "Spuckstelle" vor der St. Giles Cathedrale oder dem Cafe Elephant House , in dem JK Rowling große Teile ihrer berühmten Romane Harry Potter schrieb oder der Tatsache, dass fast alle öffentlichen Museen in Schottland kostenlos zugänglich sind. Wie es der Zufall wollte, endete die Führung am National History Museum , was wir als Anlass nahmen, mal eben einen "kurzen" Blick hineinzuwerfen. Aus dem "eben mal kurz" wurden 2 Stunden;-) Wer es wie wir nicht kennt und ein bisschen an Naturkunde interessiert ist, wird wahrscheinlich ebenso erstaunt und begeistert sein, wie wir es waren! Beeindruckend war allein schon die riesige lichtdurchflutete Eingangshalle mit gusseisernen Streben und Glasdach. Die Exponate wurden mit großer Sorgfalt präpariert und präsentiert, wie ein lebensgroßer Tyrannosaurus Rex oder das an der Kuppel aufgehängte Skelett eines Archaeopteryx eindrucksvoll bewiesen. In weiteren Räumen wurde auf einfache Weise die Funktionsweise einer Dampfmaschine oder das Prinzip der Magnetschwebebahn erläutert. Auch Dolly, das geklonte Schaf, fand einen Platz im Museum. Wie gesagt: Wer etwas Zeit übrig hat, sollte dieses Museum nicht verpassen.
Im Museumsflow einmal drinnen, besuchten wir auch noch die National Gallery of Scotland , ein Museum, in dem alte Meister und neue bildnerische und plastische Künste ausgestellt werden. Auch ebenso sehenswert. So neigte sich langsam aber sicher der Tag und der Urlaub dem Ende zu.
Hula Cafe: Scottish Porridge Oats Hula Cafe: Scottish Porridge Oats
St. Giles Cathedral St. Giles Cathedral
Edinburgh Castle Edinburgh Castle
Blick vom Edinburgh Castle Blick vom Edinburgh Castle
National History Museum National History Museum
Dolly Dolly

Fazit

Ein kurzes Fazit über Edinburgh und Schottland möchte ich an dieser Stelle noch verlieren: Edinburgh ist eine wunderschöne Stadt, mit mittelalterlichem Charme und großer Tradition & Geschichte, in der man viel Zeit verbringen kann. Viel mehr Zeit als wir eingeplant hatten. Das gilt ohne jeden Zweifel auch für das gesamte Land. Es ist so facettenreich und vielschichtig, dass man es, trotz seiner geographischen Größe (in etwa so groß wie Bayern), innerhalb einer Woche nur schwer erkunden kann. Die Lowlands im Süden, die rauen Highlands im Nord-/Nordwesten, die unzähligen Inseln und Inselchen und die ruhigen Küstenabschnitte im Nordosten machen das Land zu einem nahen und sehr attraktiven Reiseziel.
Mein Rat: Nehmt euch Zeit, es sollte mehr als 1 Woche sein. Erkundet das Land auf eigene Faust, macht euch ein Bild von den Menschen, der Schönheit der Natur und dem reichhaltigen Kulturangebot. Auf ins Abenteuer!