Gemeinsam einsam - oder die Erkundung der Welt ♂ + ♀

Der Donauradweg: Von Wien nach Tulcea.
- Flagge Ungarn Ungarn -

Einleitende Worte

Der Donauradweg in Ungarn präsentierte sich mit seinen 376km als abwechslungsreichster Abschnitt der gesamten Tour: Angefangen von einem klassischen Deichweg (teils befestigt, teils unbefestigt), über zu kleinen Radwegen in Auwäldern und seichten Anstiegen nach Esztergom, weiter in die beeindruckende Hauptstadt Budapest und endend in weiten weiten grünen Landschaften voller Paprika und Sonnenblumen.
So schön und abwechslungsreich das Land sich uns auf offener Flur einerseits zeigte, so gegensätzlich präsentierte es sich hinsichtlich der Fahrradfreundlichkeit in Budapest. Von Radwegen war bis auf wenige Ausnahmen (und die waren gut behütet!) meist nur zu Träumen. Hauptsächlich ging es mit nicht enden wollendem Verkehr auf eng begrenzten Straßen durch Budapest. Also passt auf, wenn ihr in den Großraum dieses Molochs gelangt. Nehmt euch lieber ein paar Minuten mehr für die Planung der Strecke: Nutzt die google-Suche und ihr werdet fündig (beispielsweise hier ). Leider war der Bikeline Führer bei der Suche nach der richtigen Route durch Budapest keine allzu große Hilfe.

Esztergom - Budapest 22.8.2017, 99km

Eigtl laut Karte "nur" ca. 85km - die wuchsen aber mit einem kleinen selbstverschuldeten Umweg, der schlechten Infrastruktur und dem vielen Verkehr in den Einfahrtsstraßen in Budapest schnell auf 100km an, gefühlt noch mehr. Kurzzeitig stand ich vor nem kleinen Tief als der eingespeicherte Track immer wieder von der Realität abwich und sich Einbahnstraßen, abgesperrte Bereiche wie unüberwindbare Hindernisse auftaten. Letztendlich sind wir mit einiger Verspätung im (recht netten) Hotel angekommen. Abends im Trofea Grill beim all you can eat gegessen. Bei früheren Aufenthalten in Budapest bin ich gerne in dieses Lokal gegangen, mittlerweile sage ich: Das Geld wäre in einem netten kleinen Lokal besser angelegt gewesen. Hektische Ramsch-Atmosphäre und eine mindere Qualität der Speisen...das muss nicht sein. Immerhin: Mit einem Loch im Magen ist keiner von uns raus gegangen. Streckenprofil
Basilika Esztergom Basilika in Esztergom
Budapest: Check. Budapest: Check.
Good old Ungarn: Kifli:-) Good old Ungarn: Kifli:-)

Budapest - Rackeve 23.8.2017, 46km

Sobald wir aus Budapest raus waren, war es eine sehr schöne Strecke mit versteckten Strandabschnitten, hübschen Ufervillen und spazierenden Pärchen. Den Vormittag haben wir bis zur Abfahrt um 15 Uhr mit einem Besuch im Szechenyi Heilbad verbracht:) Müde Muskeln und eingequetschte Popos auf Vordermann bringen;-) Passend zum Thema des Tages "Relax and Spa" haben wir uns in Rackeve das Wellnesshotel Relax & Event Danube Hotel gegönnt. Die Vergabe des Zimmers verlief nicht ganz reibungslos (das erste Zimmer war nicht gemacht, das zweite keinen Balkon trotz des selben Preises), aber nach einer kleineren anstandslosen Diskussion, bekamen wir ein perfektes Zimmer mit Massagedusche und Balkon. Streckenprofil
Idylle am Wegesrand Idylle am Wegesrand
Von der Donaubrücke in Rackeve Von der Donaubrücke in Rackeve
4**** in Rackeve: Entspannung für die Beine 4**** in Rackeve: Entspannung für die Beine

Rackeve - Baja 24.8.2017, 140km

Heute haben wir's ein bisschen übertrieben. Aufgrund mangelnder Planung mussten wir, was den Übernachtungsort angeht, notgedrungen eine ungewollt lange Etappe einlegen. 140km standen am Ende des Tages auf dem Tacho. Mit den letzten Sonnenstrahlen des Tages erreichten wir eine kleine, aber feine, Unterkunft: Sobri Halászcsárda.
An und für sich war die Strecke heute sehr schön zum Fahren: Meist führte die Strecke an abgelegenen Straßen oder befestigten Dammwegen entlang. Dass der heutige Abschnitt zu weit war...tja naja, dafür kann die Strecke schließlich nix. Aus dieser Fehlplanung werden wir unsere Lehren ziehen;-)
Eine Schrecksekunde gabs aber dennoch: Mangels Radweg musste ein kurzer Abschnitt auf eine viel befahrene Straße ausgewichen werden. Als ob die Hitze der ungarischen Tiefebene und der donnernde Verkehr noch nicht genug wären, wurden wir von einem völlig übermotivierten Busfahrer angehupt. Vor Schreck habe ich fast den Lenker losgelassen! Eine kurze Fluchtirade später --> "Ja geh, herst...wo solln mer denn anders fahren wenns koan Radweg gibt, du Zipfi?!", war der Dampf abgelassen und die Fahrt fortgesetzt .
Die Paprikas auf den Bildern waren übrigens scharf. Mjammi:-) Thomas hat die eine feurig scharfe erwischt, haha:) Streckenprofil
Paprika so weit das Auge reicht Paprika so weit das Auge reicht
No way! No way:) !
Sonnenblumen so weit das Auge reicht Sonnenblumen so weit das Auge reicht

Baja - Sombor 25.8.2017, 91km

Heiß heiß heiß! Saftige 35 Grad. Mit dem Trinken hinterher kommen wird da leicht zum Problem:) Vorteil dadurch: Man muss öfter Pause machen;-) Der Weg führte über Dammwege, ruhige Straßen und durch kleine verschlafene Nester. Im Grenzgebiet ist nada los. Sombor empfing uns erstmal ein bisschen hölzern, eine Unterkunft zu finden war nicht ganz so leicht. Vorbote für Serbien? Nach einer etwas längeren Suche quartierten wir uns in der wohl vornehmsten Unterkunft der Stadt ein, dem Hotel Andric Garni (ca. 70€ DZ inkl. Frühstück). Beim allabendlichen Stadtrundgang stellte sich heraus, dass Sombor, eine wirkliche schöne kleine Stadt ist, die mit all den Dingen des Lebens aufwarten kann: Einer belebten Fußgängerzone, Restaurants am Spot, Einkaufsmöglichkeiten und sehr sehr leckeren Palatschinken - eine Wonne. Don't miss! Streckenprofil
Rathaus Sombor Rathaus Sombor
Farbenfrohe Deko in Sombor :-) Farbenfrohe Deko in Sombor :-)
Echte Sportlernahrung Echte Sportlernahrung ;-)
Kurz nach der Passierung der serbischen Grenze
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