Gemeinsam einsam - oder die Erkundung der Welt ♂ + ♀

Der Donauradweg: Von Wien nach Tulcea.
- Flagge Österreich Österreich & Flagge Slowakei Slowakei -

Einleitende Worte

Auf exzellent ausgebauten Wegen, bretteben und überwiegend in Sichtweite oder gar direkt am Ufer des nun für einige Wochen treuen Begleiters, der Donau, ging es auf zwei einrollenden Etappen die 233km von Wien über Bratislava nach Esztergom. Vergleichbar fast mit einer frischen Liebe: Am Anfang zeigen sich beide Partner von ihrer besten Seite, wollen sich regelmäßig sehen und vieles miteinander unternehmen. Doch wie so oft im Leben, so auch auf dem Donauradweg: Kaum hat man sich an die Annehmlichkeiten eines asphaltierten Radweges gewöhnt, da ists auch schon wieder vorbei mit der Glückseligkeit. Was im wahren Leben der Jogginganzug und die Bierflasche ist, ist hier Schotter und schlechte bzw. widersprüchliche Beschilderung.
Doch wo ein Wille, da ein Weg. Man rauft sich zusammen, weiß was man aneinander hat und gibt alles für den anderen. Auf in die Pedale:-) Auf ins Abenteuer!

Tag der Anreise 18.8.2017, Zug

Unwetter. Orkanböen, umgeknickte Bäume, Zugstrecken unbefahrbar. Der Sturm Felicitas wütete über Süddeutschland. Ergebnis: Mehrere Stunden Verspätung. Guter Start ins Abenteuer;-)
Wir haben fast mehr Zeit in der Schlange am Infoschalter der Bahn zugebracht als letztendlich im Zug. Nur gut, dass Thomas auf alle Eventualitäten vorbereitet war und eine urtypische Brotzeit mitgebracht hat: Hacker Pschorr Münchner Hell. Nervenberuhigung zur rechten Zeit.
Mit mehrstündiger Verspätung, aber immerhin noch am selben Tag, kamen wir in Wien an. An eine Weiterfahrt war nicht mehr zu denken, es war schlicht zu dunkel dafür. So suchten wir uns kurzerhand eine Unterkunft nahe des Hauptbahnhofes und ließen den etwas misslungenen Start in die Tour hinter uns.
Es kann nur besser werden:-)

Flagge Österreich Wien - Flagge Slowakei Gabcikova 19.8.2017, 125km

Allererster Fahrtag - Und was für einer! Gleich mal 125km in den Asphalt gebrannt. Dazu Bratislava angesehen (mehr gegessen als geschaut hehe). Wunderschöner, wirklich ganz toller Radweg größtenteils auf einem Damm immer an der Donau entlang. Kein Verkehr, nix. Abends gab es Pizza, frischer Tomatensalat, Bier und Wasser für sagenhafte 7,50€! Ich glaub, da geht noch mehr:-) Streckenprofil
Idylle auf dem Donauradweg Idylle auf dem Donauradweg
On the road On the road
Stärkung nach der 1. Etappe Stärkung nach dem 1. Tag

Flagge Slowakei Gabcikova - Flagge Ungarn Esztergom 20.8.2017, 108km

Die Etappe führte anfangs über unbefestigte Schotterwege, was aufgrund des Holperns, der höheren Sturzgefahr und des mühseligen Vorankommens etwas auf die Stimmung drückte. Erste Anzeichen eines Liebesentzugs? ... Ich kann den geneigten Leser beruhigen. Ein kleines Tief lässt uns nicht vom rechten Weg abkommen! Besonders dann nicht, wenn beim Mittagstisch eine köstliche Fischplatte serviert wird ;-) Wer Gelegenheit hat, in Komarno eine Pause einzulegen, kann in der Carda Pri Vahu guten Gewissens einkehren. Auch abends in Esztergom ließen wir nichts anbrennen und sammelten bei Piroggen, Gulaschsuppe und Pasta fleißig Kohlehydrate. Was man so alles essen kann, wenn sich kräftig die Pedale drehen:-) Streckenprofil
Da gehts lang Da gehts lang
Hoch oben in Esztergom thront die Basilika Hoch oben in Esztergom thront die Basilika
Ungarn: Check. Ungarn: Check.
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